Grüß Gott in Mühlheim a. d. Donau
Auf einem Felsrücken gelegen grüßt die Pfarrkirche St. Maria Magdalena ins Donautal hinab. Zusammen mit Neuhausen ob Eck ist Mühlheim die größte Kirchengemeinde unserer Seelsorgeeinheit. Unsere Pfarrkirche wurde in den Jahren 1794 bis 1796 erbaut. Die Innenausstattung stammte größtenteils aus der aufgehobenen Wallfahrtskirche auf dem Welschenberg, nahe bei Mühlheim gelegen. Die Kirche wurde mehrfach umgestaltet. Die letzte umfassende Neugestaltung war im Jahr 2001. Prof. Franz Bernhard Weishaar, Landsberg, war mit der Neukonzeption von Altarraum und Kirchenschiff beauftragt. Ziel der Gestaltung war nunmehr die Wiederherstellung von Raumordnung und Raumwirkung der klassizistischen Architektur.
Neben der Pfarrkirche gibt es auf dem Pfarreigebiet noch andere Kapellen. Besonders erwähnenswert ist die Kirche St. Gallus in der Altstadt. Sie ist die Urkirche des Donautals und mit wunderbaren Fresken aus dem 15. Jahrhundert ausgemalt. Die Kirchengemeinde ist Trägerin vom Kindergarten St. Josef. Ein Team von Ehrenamtlichen bereitet in gewissen Abständen Familiengottesdienste vor. Besonders stolz sind wir auf unseren Kirchenchor, den wir 2013 wieder neu gegründet haben und der sich zu vielen Anlässen einbringt.
Die Kirchengemeinde St. Maria Magdalena ist Trägerin des Kindergartens St. Josef.
Ansprechpartner
Sekretärin Beate Sauter
Katholisches Pfarramt
Ettenbergstr. 4
78570 Mühlheim a. d. D
Tel. 07463/354
Mail StMariaMagdalena.Muehlheim@drs.de
Öffnungszeiten
Mo. und Di. 08.30 - 11.30 Uhr
Do. 08.30 - 11.30 Uhr u. 14.00 - 16.00 Uhr
Kirchengemeinderat
Vom Pastoralteam zuständig für den Kirchengemeinderat ist Pfarrer Gerwin Klose, der in Fridingen im Pfarrhaus seinen Wohnsitz hat.
- Gabriele Grathwohl, gewählte Vorsitzende, Vertreterin im Gemeinsamen Aussschuss der Seelsorgeeinheit
- Magdalena Renner, stv. gewählte Vorsitzende
- Regina Baumkratz-Woock
- Maria Buschle, Vertreterin im Gemeinsamen Ausschuss der Seelsorgeeinheit
- Ulrika Kumpart
- Michael Leibinger
- Johanna Renner, Vertreterin im Dekanatsrat
- Georg Richter
- Martina Schlegel
- Anna Christine Schönbrunn
Kirchenpflegerin
Nora Kaltenbach
Besondere Veranstaltungen
- An jedem Maisonntag Marienandachten auf dem Welschenberg
- Um den 22. Juli Patrozinium
- Kinderbibeltag
- Gemeindefest im November
- Kinderferienprogramm
Die ehemalige Wallfahrtskirche „Maria Hilf“ auf dem Welschenberg
Die Kirche „Maria Hilf“ auf dem Welschenberg war seit Mitte des 17. Jahrhunderts ein bedeutender Wallfahrtsort, der nicht nur Gläubige aus der näheren Umgebung, sondern auch von weit her anzog. Ausgangspunkt der blühenden Wallfahrt war ein Marienbild, das der Mühlheimer Pfarrer Georg Walter 1649 an einer Eiche auf dem Welschenberg anbringen ließ. In der Mitte des 18. Jahrhunderts erlebte die Wallfahrt ihren Höhepunkt. In manchen Jahren besuchten über 20.000 Gläubige das Wallfahrtsziel. Auch baulich war mit dem Bau der zweiten, deutlich vergrößerten Kirche in den 1750er Jahren ein Höhepunkt erreicht.
Der Geist der Aufklärung führte seit dem Ende des 18. Jahrhunderts zu einer deutlichen Verringerung der Prozessionen und Bittgänge und zu einem Rückgang der Zahl der auf den Welschenberg pilgernden Gläubigen. Das Ende dieser überregional bedeutenden Wallfahrt brachte 1811 der Aufhebungsbeschluss des Königs von Württemberg, der seit 1806 Landesherr über Mühlheim war. Der Kirchenschatz wurde verteilt, die Kirchengebäulichkeiten standen im Jahre 1812 zum Verkauf auf Abbruch.
Heute ist die Kirchenruine wieder ein beliebter Ort für viele Menschen. Der Welschenbergförderverein hat in mühevoller Arbeit die Anlage gesichert und durch das Aufstellen von Bänken einen Ort der Ruhe und des Gebets gemacht. An jedem Maisonntag wird bei Maria Hilf der Rosenkranz gebetet und im Anschluss eine Marienandacht mit mehreren hundert Gläubigen gefeiert. Am Rosenkranzsonntag im Oktober, dem eigentlichen Wallfahrtstermin, findet ebenfalls eine Andacht statt. Das Gnadenbild befindet sich mittlerweile in der Mühlheimer Pfarrkirche auf dem rechten Seitenaltar.
2015 wurde vom Geschichtsverein für den Landkreis Tuttlingen und vom Heimatverein Mühlheim/Donau ein Buch über den Welschenberg herausgegeben, welches über das Heimatmuseum der Stadt Mühlheim bezogen werden kann.
Besondere Veranstaltungen
- Maisonntag: Rosenkranz, Maiandacht
- Oktober: Rosenkranz, Rosenkranzandacht
Buch über die Geschichte der ehemaligen Wallfahrtskirche Maria Hilf
Das Buch „Die ehemalige Wallfahrtskirche Maria Hilf auf dem Welschenberg zwischen Mühlheim und Fridingen“ ist in der Verlagsdruckerei Hans Schmidt erschienen und kostet 19,95 Euro. Es umfasst 352 Seiten mit 100 Abbildungen und kann im Museum Oberes Donautal, Vorderes Schloss Mühlheim, im Verkehrsamt Mühlheim und im Bürgerbüro im Rathaus Mühlheim sowie im Buchhandel erworben werden.